krabat-filmposter„Krabat“ ist die Realverfilmung des gleichnamigen Romans von Otfried Preußler. Als Grundlage für beides diente allerdings eben jene sorbische Sage und Gestalt namens Krabat. Der Film wurde unter der Regie von Marco Kreuzpaintner gedreht und erzählt die fantastische Geschichte eines Waisenjungen, der als Geselle bei einem vermeintlichen Müllermeister unterkommt. Im Laufe der Erzählung zeigt sich, dass der Müller keineswegs ein einfacher Mann sondern vielmehr ein dunkler Hexenmeister ist. Dessen Gesellen und vor allem der junge Held geraten immer Tiefe in seine Fänge, sodass zum Ende nur mehr die Kraft einer unschuldigen Liebe den schwarzen Künste des Meisters trotzen kann.

Ein dunkler Hexenmeister

Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges ergibt es sich, dass ein Junge namens Krabat (David Kross) als Lehrlingsgeselle in einer Wassermühle in der Lausitzregion unterkommt. Krabat ist 14 Jahre alt und ein Waise und die Tätigkeit beim Müller scheint zuerst nichts weiter als harte Schinderei zu sein. Auch die übrigen elf Gesellen nehmen Krabat hart ran, wenngleich er somit die nötigen Fähigkeiten eines Müllers erlernt. Der ältere Tonda (Daniel Brühl) genießt durch seine Art mehr und mehr das Vertrauen des Waisenjungen und nach einiger Zeit verbindet die beiden eine Freundschaft. Inzwischen zeigt sich, dass der Meister der Wassermühle eine Art Hexenmeister und den schwarzen Künsten mächtig ist. Somit ist auch Krabat nach einiger Zeit an diesen gebunden. Eines Nachts machen sich Tonda und Krabat auf nach Schwarzkollm und wandern unsichtbar in das Dorf. Krabat entdeckt dort ein Mädchen und ohne Umschweife verliebt er sich in die schöne Kantorka. Sofort wird er daher von seinem Begleiter mit ernstem Ton gewarnt, keinesfalls jemals dem Meister gegenüber den Namen des Mädchens zu nennen.

Der Bann muss gebrochen werden

Schon bald zeigt sich auch, weshalb dies so wichtig ist. An einem Herbstmorgen wird die Leiche eines Mädchens im Bach der Mühle entdeckt. Es handelt sich um Worschula, die Freundin von Tonda, welcher fortan nicht mehr derselbe ist. Schließlich wird auch dieser tot aufgefunden und scheint ebenfalls ermordet worden zu sein. Die Machenschaften des Meisters werden für Krabat zu grausam. Ganz offensichtlich sind die Gesellen nicht etwa nur Lehrlinge des Hexers, sondern dienen ihm vielmehr auch dazu, an seiner statt ihr Leben zu lassen. Jedes Jahr muss einer der Jungen sterben, damit der Meister nicht den Tod finden muss. Einer der Gesellen erzählt Krabat schließlich von einer Möglichkeit, wie der schwarze Zauber, der die Gesellen an den Meister bindet, aufgehoben werden kann. Das Mädchen Kantorka ist der Schlüssel dazu und Krabat muss letztlich auf ihre Gefühle vertrauen, um den Bann des Meisters zu brechen.

Unterschiede zum Roman

Zwar äußerte sich Autor Otfried Preußler überschwänglich positiv zur filmischen Umsetzung seines Buches und der Beginn des Films zitiert auch die ersten Worte der literarischen Vorlage, dennoch finden sich insgesamt einige große Unterschiede. Beispielsweise ist es im Buch die Zeit des Nordischen Krieges, in der die Handlung stattfindet. Des Weiteren wird im Buch kaum auf die Beziehung zwischen Tonda und Worschula eingegangen. Entscheidend ist zudem das im Gegensatz zum Buch abgeänderte Finale, bei dem das Mädchen Krabat auf eine bestimmte Art befreien muss.